Entscheiden sich Eheleute für eine Scheidung, kommen viele Fragen auf sie zu, die trotz der hohen emotionalen Belastung geregelt werden müssen. Eine davon lautet: Was passiert mit der gemeinsamen Immobilie?   „Bis dass der Tod euch scheidet“, lautet der zentrale Satz der kirchlichen Trauung. Heutzutage sieht die Wirklichkeit aber anders aus. Die Anzahl der Ehescheidungen in Deutschland belief sich 2017 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 153.501. Die Scheidungsrate hat sich in den vergangenen 50 Jahren vergleichsweise stark erhöht. In den 1950er Jahren kam auf durchschnittlich rund 12 Eheschließungen eine Scheidung. Im Zeitraum von 2011 bis 2017 waren es nur noch rund 2,32 Hochzeiten pro aufgelöste Ehe. Die durchschnittliche Ehedauer bis zur Scheidung beträgt übrigens rund 15 Jahre.  

Wie kann der Hausverkauf nach Scheidung gestaltet werden?

  Entscheiden sich Eheleute für eine Scheidung, kommen viele Fragen auf sie zu, die trotz der hohen emotionalen Belastung geregelt werden müssen. Eine davon lautet: Was passiert mit dem gemeinsamen Haus? Die Immobilie stellt oftmals den größten Vermögenswert dar, und entsprechend komplex gestaltet sich die Teilung dieses Vermögens. Das bedeutet: Ein Verkauf des gemeinsamen Hauses nach einer Trennung ist in der Regel keine einfache Sache und sollte nur von einem erfahrenen Immobilienmakler durchgeführt werden.   Im Kern geht es darum, den Verkauf der Immobilie nach der Scheidung so zu gestalten, dass er für beide Seiten das bestmögliche Ergebnis erbringt und beide Seiten zufriedenstellt. Dabei ist auch eine hohe Geschwindigkeit wichtig, denn nach einer Trennung verbleibt oftmals nicht viel Zeit, alle finanziellen Angelegenheiten zu klären.  

Gibt es Alternativen zum Hausverkauf bei Scheidung?

  Besonders pikant ist der Verkauf einer Immobilie nach einer Trennung, weil es sich beim Familienheim um eine emotionale Sache handelt. Dieses Familienheim ist ursprünglich auf die Ewigkeit ausgelegt, die Ehepartner sind damit sehr stark verbunden. Erinnerung an gute Zeiten hängen an dem Haus oder der Wohnung, die Kinder sind dort vielleicht aufgewachsen und fühlen sich zuhause. Daher zeigt die Praxis immer wieder, dass die Immobilie bei der Scheidung und der Vermögensteilung im Mittelpunkt steht und nicht selten Anlass dazu gibt, den Streit zwischen den Noch-Eheleuten noch zu verstärken.   Der Erhalt der Immobilie durch einen der ehemaligen Eheleute ist häufig nicht möglich. Viele Immobilien sind zum Zeitpunkt der Scheidung noch nicht bezahlt, und ein Partner allein kann die Finanzierung in der Regel nicht stemmen – und außerdem steht dem anderen Partner in der Regel ein hälftiger Anteil am Wert der Immobilie zu. Diese Situation führt dazu, dass der Verkauf häufig der einzige Weg ist, noch etwas an Vermögen zu erhalten und keine heftigen finanziellen Belastungen herzustellen.  

Lässt sich trotz der angespannten Situation ein guter Preis erzielen?

  Gerade in der heutigen Zeit mit stark steigenden Immobilienpreisen sind gut gepflegte Objekte häufig wesentlich mehr wert, als die Eigentümer ursprünglich dafür gezahlt hatten. Daher kann der Verkauf einer Immobilie nach der Scheidung neben der professionellen Klärung der Vermögensangelegenheiten auch noch einen finanziellen Mehrwert für beide Seiten bringen: Seit 2010 ist der Kaufpreis für Ein- und Zweifamilienhäuser im Düsseldorfer Stadtgebiet im Schnitt um fast sieben Prozent pro Jahr gestiegen. Daher kann der Immobilienverkauf nach einer Scheidung zumindest noch finanziell lukrativ sein, trotz aller emotionalen Probleme.  

Wie kann ein Immobilienmakler beim Hausverkauf bei Scheidung helfen?

  Wichtig ist, dass die streitenden Ehepartner einen Profi für den Hausverkauf einsetzen. Die Erfahrung zeigt, dass aufgrund der angespannten Situation viele Fehler beim Verkauf der Immobilie gemacht werden. Dann wird in Verkaufsgesprächen sehr emotional argumentiert oder die Ex-Ehepartner reden gar nicht miteinander. Dann merken potenzielle Käufer schnell, dass ein Schnäppchen zu machen ist. Das bedeutet: Viele Scheidungsimmobilien werden völlig unter Wert verkauft. Dabei kann durch einen professionellen Prozess auch in dieser sehr speziellen Situation aktuell ein Höchstpreis erzielt werden.   Ein erfahrener Immobilienmakler vermittelt sachlich zwischen den Parteien und entwickelt tragfähige Lösungen. Denn der Hausverkauf bei Trennung unterscheidet sich technisch nicht von allen anderen Transaktionen. Immobilienbewertung, notwendige Unterlagen, Vermarktung, Hausführungen, etc. sind genauso Teil des Verkaufsprozesses wie bei Verkäufen unter herkömmlichen Vorzeichen. Wichtig ist außerdem eine ordentliche rechtliche und steuerliche Begleitung durch die entsprechenden fachlichen Berater. Das kann ebenso (teure) Fehler vermeiden.